Mit einem dunkelblauen Auge sind die Eisbären Heilbronn bei ihrem letzten Spiel der Hauptrunde gegen die Zweibrücken Hornets davongekommen. Das Team von Trainer Kai Sellers unterlag gegen den Vorletzten zuhause mit 6:7 (1:1, 1:3, 4:2 – 0:1) nach Penaltyschießen und holte damit genau den einen Punkt, der nötig war, um in der Endabrechnung der Regionalliga Südwest noch Platz 3 zu erreichen. Letztendlich hatte Youngster Patrick Luschenz (Foto) einen großen Anteil an dem Punktgewinn, denn der 18-Jährige traf nach einem 3:6-Rückstand erst zum 4:6 und erzielte dann in der 55. Minute den umjubelten Ausgleich. Zudem traf Luschenz als einziger Eisbär beim Penaltyschießen.

Schon zu Beginn rieben sich die 200 Zuschauer verwundert die Augen, denn die Gäste legten gleich in den Anfangsminuten eine Entschlossenheit an den Tag, die den Eisbären fehlte. So war es wenig verwunderlich, dass nicht die favorisierten Gastgeber, sondern der auf dem siebten Tabellenplatz stehende Außenseiter das erste Tor erzielte. Georg Hähn traf in der 10. Minute zum 0:1. Erst fünf Minuten vor der Pause konnte Milan Liebsch in Überzahl mit einem trockenen Schuss von halb rechts zum 1:1 ausgleichen.

Ein 1:1 nach einem verkorksten ersten Drittel – das schien kein Beinbruch zu sein und jeder erwartete, dass die Eisbären in den zweiten 20 Minuten ihrer Favoritenrolle gerecht werden würden. Denn schließlich hatte man Zweibrücken in der Vergangenheit zuhause bisher immer locker geschlagen. Den Gästen schien dies aber egal zu sein. Sie durchkreuzten den scheinbar vorgegebenen Regieplan und machten durch zwei Treffer in der 22. und 24. Minute aus dem 1:1 ein 1:3. Zwar konnte Alex Weiß in der 28. Minute für die verunsichert agierenden Eisbären zum 2:3 verkürzen, mehr brachten die Eisbären in diesem Drittel aber nicht zustande. So scheiterten sowohl der angeschlagen spielende Sascha Bernhardt im Alleingang (29.) als auch Benjamin Brozicek, der die Scheibe nicht im leeren Tor unterbrachte (36.). Stattdessen traf Heiko Homberg quasi im Gegenzug zum 2:4.

Das Schlussdrittel schien dann aber endlich die Wende zu bringen, denn schon nach 59 Sekunden verkürzte Robin Platz zum 3:4. Doch wieder verhinderten die Gäste aus der Pfalz eine weitere Aufholjagd der Eisbären, indem Miroslav Hantak (43.) und Benjamin Anken (46.) gar auf 3:6 erhöhten. Erst dieser schier uneinholbare Drei-Tore-Rückstand schien die Eisbären aus ihrer Lethargie zu wecken. In der 48. Minute folgte der erste Streich von Patrick Luschenz zum 4:6. Zwei Minuten später brachte Topscorer Milan Liebsch sein Team in Überzahl auf 5:6 heran, und Patrick Luschenz gelang schließlich fünf Minuten vor dem Ende in Unterzahl per Nachschuss das 6:6. Die Eisbären waren nun drauf und dran, sogar noch den Siegtreffer zu erzielen, doch Hand aufs Herz – dieser wäre aufgrund der ersten 45 Minuten nicht verdient gewesen!

So stand es nach 60 Minuten 6:6 – ein Ergebnis, das den Eisbären den einen noch benötigten Punkt brachte, der das Team auf Platz drei der Tabelle hievte. Im Penaltyschießen scheiterten dann zuerst Robin Platz für die Eisbären und Bernd Hartfelder für die Hornets, ehe dann Patrick Luschenz und Tomas Vodicka für ihr jeweiliges Team trafen. Beim dritten Penalty scheiterte Milan Liebsch am starken Zweibrücker Keeper Steven Teucke, während Mirsolav Hantak den Heilbronner Goalie Max Dürr zum entscheidenden Tor überwand.

Der gewonnene Punkt und der daraus resultierende dritte Platz bescheren den Eisbären nun im Playoff-Halbfinale das Derby gegen den Tabellenzweiten Stuttgart Rebels. Die beiden Partien werden an folgenden Terminen stattfinden:

Sonntag, 11.3., 17.30 Uhr: Eisbären Heilbronn – Stuttgart Rebels (in Heilbronn)
Freitag, 16.3., 20.00 Uhr: Stuttgart Rebels – Eisbären Heilbronn (in Stuttgart)

Tore:
0:1 (10.) Hähn (Hantak)
1:1 (15.) Liebsch (Vogler) +1
1:2 (22.) Homberg (Hantak)
1:3 (24.) Hantak (Hähn)
2:3 (28.) Weiß (Luschenz)
2:4 (37.) Homberg (Hähn/Hantak) +1
3:4 (41.) Platz (Kollmar)
3:5 (43.) Hantak
3:6 (46.) Anken (Hartfelder) +1
4:6 (48.) Luschenz
5:6 (50.) Liebsch (Vogler) +1
6:6 (55.) Luschenz (Brendle) -1
6:7 (60.) Hantak – PEN

Strafen:
Heilbronn 10 Minuten
Zweibrücken 18 Minuten

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