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86 Tore, 82 Assists, 168 Scorerpunkte, 11 Powerplay-Tore, 2 Unterzahl-Treffer, 316 Strafminuten – das sind die Zahlen des „Dauerbrenners“ Benjamin Brozicek, der beim gestrigen 11:0 gegen Eppelheim als erster Eisbären-Spieler der Vereinsgeschichte die Marke von 200 Spielen geknackt hat. Wir haben uns mit dem 29-Jährigen über seine inzwischen 10 Jahre bei den Eisbären unterhalten.

Broze, du hast gestern gegen Eppelheim dein 200. Spiel für die Eisbären gemacht. Hättest du, als du 2006 zu den Eisbären gewechselt bist, gedacht, dass du einmal der erste Spieler sein würdest, der 200 Spiele für den Verein bestreitet?
Benjamin Brozicek: Nein, definitiv nicht. In solchen Dimensionen habe ich damals als junger Spieler niemals gedacht. Ich habe immer von Saison zu Saison gedacht und dabei stets mein Bestes gegeben. Die Vorstellung dass ich einmal 200 Spiele als erster Spieler der Eisbären erreiche könnte, kam letzte Saison.

Du bist damals mit 19 Jahren vom Heilbronner EC zu den Eisbären gekommen und hattest auch schon zwei Spiele für die Falken in der 2. Liga absolviert. Wie war der Wechsel damals zustande gekommen und was hatte der Wechsel für dich persönlich bedeutet?
Benjamin Brozicek: Da ich zu diesem Zeitpunkt meinen beruflichen Werdegang verfolgte und ich dennoch sportlich ehrgeizig genug war, bin ich damals auf Kai Sellers zugegangen und habe ihn auf einen Wechsel angesprochen. Glücklicherweise ging dann alles ganz schnell und ich wurde ein Eisbär.
Persönlich bedeutete dieser Wechsel eine neue Chance und zugleich eine neue sportliche Herausforderung. Ich kannte viele Spieler des neuen Eisbären-Teams aus unserer gemeinsamen Zeit im Heilbronner Nachwuchs und es fiel mir leicht mich im Team einzufinden. Eine Entscheidung, die ich persönlich niemals bereut habe!

Kannst du dich noch an dein erstes Tor für die Eisbären erinnern?
Benjamin Brozicek: Vermutlich hatte mich unser damaliger Torjäger und Eisbären-Legende Sascha Bernhardt versehentlich angeschossen 😉
Spaß bei Seite, ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern.

Was war für dich bei den 200 Spielen das absolute Highlight?
Benjamin Brozicek: Saison 12/13, Spiel 3, daheim im Finale gegen Hügelsheim, als wir die langersehnte erste Meisterschaft vor 2.500 Fans holen konnten. Bei diesem Spiel konnte ich mich noch in die Torschützenliste des Spiels eintragen, als ich zwei Minuten vor dem Ende das 3:2 gemacht habe.

Blickt man auf die aktuelle Scorerliste, spielst du momentan deine beste Saison seit du bei den Eisbären bist und hast deine Scorerpunkte der letzten Saison schon weit übertroffen. Was ist dieses Jahr anders?
Benjamin Brozicek: Ich spüre das Vertrauen von Manu Pfenning und Sascha Bernhardt und bekomme natürlich auch die entsprechende Eiszeit, um die Punkte zu machen. Zudem habe ich auch großartige Mitspieler die mich in meinem Spielstil unterstützen, um solche Leistungen zu erzielen.

Dürfen wir nochmal weitere 200 Spiele von dir erwarten?
Benjamin Brozicek: Ich habe es bis heute geschafft größten Teils verletzungsfrei zu bleiben. Das liegt nicht immer an einem selbst und ich hoffe natürlich, dass es weiterhin so bleibt. Hockey ist hart, ich liebe aber dieses Spiel. Ich werde alles versuchen um weiter am Puck zu bleiben.

Gibt es ein paar abschließende Worte vom Rekordmann, bevor es am Freitag in Stuttgart schon wieder aufs Eis geht?
Benjamin Brozicek: Ja, ich möchte mich bei allen Leuten in der Organisation der Eisbären bedanken, die mich/uns stets die Jahre über unterstützt haben. Mein Dank geht natürlich auch an all meine ehemaligen Mannschaftskameraden, die ich über die Jahre treffen durfte. Natürlich nicht vergessen darf man an dieser Stelle Kai Sellers und Rainer Scholl, die uns die Jahre über das Eishockeyspielen mit unglaublichen Engagement ermöglicht haben und es in sichere Hände der jetzigen Führung mit Sven Breiter sowie Marco Schenk weitergegeben haben. Und zu guter Letzt möchte ich mich natürlich auch bei meiner Familie – insbesondere bei meiner Mutter – bedanken, die mir immer den Rücken gestärkt und freigehalten hat.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg morgen in Stuttgart!

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